Die verfügbaren Marketing-Automation-Lösungen auf dem Markt sind sehr zahlreich. Neben den verfügbaren Funktionen, dem Preis, der Integration… die die Angebote ausmachen, ist noch ein weiterer Aspekt zu berücksichtigen: Open Source oder proprietär? Ein Parameter, der den Entscheider bei der Auswahl einer Lösung… ins Wanken bringen kann: 5 Punkte, um die Unterschiede zwischen diesen beiden Möglichkeiten zu verstehen.
Angesichts des Angebots an Marketing-Automation-Lösungen, das man auf dem Markt findet, kommen bei vielen Entscheidungsträgern zahlreiche Fragen auf. Unter anderem neben den klassischen Fragen zu Funktionen, Implementierung, Kosten… stellt sich zwangsläufig eine Frage: Soll man sich für eine „Open-Source“- oder eine proprietäre Marketing-Automation-Lösung entscheiden? 5 Punkte, die Ihnen helfen, mit vollem Wissen zu wählen.
Was ist Open Source?
Vor allem sei daran erinnert: Eine sogenannte „Open-Source“-Lösung besteht aus Software-Bausteinen, deren Quellcode-Zugriff von ihren Urhebern autorisiert ist. Tatsächlich gibt es Entwicklergemeinschaften, die ihre Arbeiten rund um einen gemeinsamen Quellcode offen miteinander teilen. Genau dort liegt im Wesentlichen der Unterschied zu einer sogenannten „proprietären“ Lösung. In diesem zweiten Fall ist der Quellcode unzugänglich (das System ist geschlossen, um nicht zu sagen verriegelt), ohne die Erlaubnis des Entwicklers der Software (Entwickler oder Unternehmen).
Gibt es Unterschiede hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Software?
Jenseits der Aspekte der Zugänglichkeit zum Quellcode kann man sich durchaus die Frage stellen, wie es um die Leistung bestellt ist – und ob eine Marketing-Automatisierungslösung je nachdem, ob sie „open source“ oder „proprietär“ ist, mehr oder weniger leistungsfähig ist.
Um es konkret zu machen: Die Diskussion stellt sich nicht in diesen Begriffen. Die Leistung einer Software und ihre Fähigkeit, die Bedürfnisse des Unternehmens zu erfüllen, hängen nicht von der Verfügbarkeit des Quellcodes ab, sondern von den Funktionen, die die Lösung bietet, von den begleitenden Services, die der Anbieter bereitstellt (Integration der Lösung, Support, Schulung…) sowie von den Anschaffungskosten (Preis-/Qualitäts-/Leistungs-Verhältnis) der Lösung für das Unternehmen.
„Open source“ oder proprietär: Welche sind die am stärksten erweiterbaren, die innovativsten?
Auf die gleiche Weise hängen die Erweiterbarkeit einer Marketing-Automation-Softwarelösung und die Fähigkeit, Innovationen vorzuschlagen, vom Anbieter ab, der sie bereitstellt. Das gilt sowohl für „Open-Source“-Lösungen als auch für proprietäre Lösungen. Der einzige Unterschied, den man hier hervorheben kann, liegt in der Entwicklungszeit: Die Open-Source-Community muss auf das Entstehen eines Bedarfs reagieren, während das Unternehmen, das eine proprietäre Lösung anbietet, die Kontrolle über den Entwicklungsplan hat.
Welchen Einfluss hat das auf den Preis?
Eine mögliche geringere Reaktionsfähigkeit bei funktionalen Innovationen (auch wenn sich das nicht in Jahren messen lässt!) wird durch wirtschaftliche Daten ausgeglichen. Denn die Entwicklungskosten bei Open Source sind gering – im Gegensatz zu den Kosten, die Entwicklungen einer proprietären Lösung verursachen können. Ein entscheidender Punkt für den Entscheider in der Auswahlphase, da dies einen Einfluss auf den Preis des Abonnements der gewählten Lösung hat.
Was passiert bei einem Bug?
Ob es sich um eine „Open-Source“- oder proprietäre Lösung handelt, hier sind die Dinge gleichwertig. Die Bug-Behandlung hängt von der Reaktionsfähigkeit des Anbieters ab, der die Lösung bereitstellt. In jedem Fall werden die Lösungen vor der Markteinführung getestet, gründlich geprüft, um mögliche Probleme zu identifizieren, die ein erneutes Entwickeln erforderlich machen. Sobald die Lösungen vermarktet werden, sind sie ausreichend ausgereift und zuverlässig, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden… Natürlich können immer auch kleinere Bugs auftreten. Doch dabei handelt es sich nicht um Probleme, die eine Rückmeldung an die Entwickler erfordern. Ausschlaggebend ist hier einzig die Reaktionsfähigkeit des Supports des Anbieters.
Fazit: Sich für eine Marketing-Automation-Lösung zu entscheiden, lässt sich nicht darauf reduzieren, eine proprietäre oder „open source“ Lösung zu bevorzugen. Die beiden Optionen sind heute in Bezug auf diese Parameter gleichwertig. Dagegen liegen die wesentlichen Kriterien, die bei der Auswahl zu berücksichtigen sind, in der Fähigkeit der gewählten Lösung, die Funktionen anzubieten, die das Unternehmen benötigt, in den begleitenden Services, die der Anbieter bereitstellt (Implementierung, Support…) sowie in den monatlichen Kosten der Lösung (Abonnement) – abhängig vom Volumen der zu verwaltenden Kontakte.