Ich habe diesen Artikel mit Freude gelesen: Why I Will Never, Ever Hire A „Social Media Expert“ von Peter Shankman. Peter erklärt darin mit Ironie und Können, warum die Pseudo-Experten der sozialen Medien ihn bis zum höchsten Grade aufregen. Er hatte übrigens geplant, seinem Artikel folgenden Titel zu geben: „Tout les Experts des Médias Sociaux doivent être jetés au feu“. Warum so viel Hass? Analyse.
Wie im Jahr 2000 losgeschickt…
Peter erinnert an eine simple Wahrheit: Das eigentliche Thema für Unternehmen ist zu wissen, wie man mit solidem Marketing und exzellentem Kundenservice Umsatz erzielt.
Erinnern Sie sich: Anfang der 2000er Jahre MUSSTE man eine Website haben. Wer keine hatte, war das Letzte der alten Bekannten. Die Start-ups, die anboten, Websites zu erstellen, schossen wie Pilze aus dem Boden, und die Unternehmen zahlten. Damals glaubten sie, dass allein die Tatsache, eine Gesellschaft „.com“ zu werden, ihnen die Türen zu einem neuen Eldorado öffnen würde. Fehlanzeige.
Ein Kollateralschaden dieser Zeit hält bis heute an: Man hat die Erstellung von Websites Informatikern anvertraut.
Der Wettlauf um Fans und Follower
Heute sind soziale Netzwerke in Mode, MAN MUSS eine Facebook-Seite und ein Twitter-Konto haben. Das ist cool und im Trend. Aber wozu? Für welche Zielgruppe? Ganz egal. Die Experten der sozialen Medien werden Sie dazu anhalten, einfach alles und jedes zu posten, in einem vergeblichen Wettlauf nach „Fans“ und „Followern“. In der Wüste predigen ergibt keinen Sinn, außer für den Prediger.
Ein schlechtes Marketing 2.0 wird immer schlecht sein
Aber das Herzstück von Peters Argument, das ich voll und ganz teile, ist: Im Grunde hat es keinen Einfluss, ob man die sozialen Medien nutzt oder nicht, wenn sie nicht als Werkzeug für eine effektive Marketingstrategie verstanden werden.
Wenn Ihr Kundenservice miserabel ist und Sie nicht in der Lage sind, die Vorteile Ihrer Produkte oder den Nutzen Ihrer Dienstleistungen herauszustellen (die berühmte „Value Proposition“), wird Sie eine Facebook-Fanpage nicht vor einem sicheren Bankrott retten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass man diese Tools zurückweisen sollte! Man muss nur vor allem einen stimmigen Marketingansatz haben und diese Tools in den Dienst dieses Ansatzes stellen. Genau das können die Social-Media-Experten nicht begreifen.
Sich auf das Wesentliche konzentrieren
Peter kommt zu folgendem Schluss :
„Soziale Netzwerke sind nicht cool. Geld verdienen ist cool. Soziale Netzwerke sind lediglich eine neue Saite am Marketingbogen, und der Bogen ist dafür gebaut, Einnahmen zu generieren.“
Danke, Peter.
