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Daten & Unternehmen: zwei Maßstäbe bei Spionage in der Industrie?
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Daten & Unternehmen: zwei Maßstäbe bei Spionage in der Industrie?

Das Unternehmen liebt es, dass nur das Private privat bleibt. Es würde keine sicheren Informationssysteme (IS) einrichten, wenn es nicht genauso dringend darum ginge, sich keine Vernichtungsgeräte für Dokumente anzuschaffen, um die Vertraulichkeit seiner strategischen Daten (data) zu wahren. Leider verschwinden diese „alten“ und notwendigen Reflexe, sobald es um Systeme (Cloud) und Softwarelösungen (MA) geht. Und da geht’s los mit der Industriespionage!

Würde das Unternehmen „zwei Maßstäbe“ als sein Credo wählen? Man darf sich das fragen, denn zwischen eingefahrenen Gewohnheiten und … neuen Nutzungsformen (Cloud Computing und nicht-europäische Softwarelösungen), die sie fröhlich übertreten, klafft ein Abgrund.

Daten, Cloud Computing, Marketing Automation: Das Unternehmen vergisst seine bewährten Vorgehensweisen!

Wovon sprechen wir genau? Von strategischen Daten des Unternehmens! Denn auch wenn es praktisch keine Unternehmen gibt, die nicht äußerste Vorsicht beweisen, bevor sie sensible Dokumente ins öffentliche Netz werfen, indem sie auf die alten Dokumentenvernichter setzen, die den Zugriff auf sein IS weder durch verschlüsselte Passwörter absichern, dann wirken diese Vorsichtsmaßnahmen doch wie weggeblasen, sobald es um Softwarelösungen geht (wie jene für Marketing Automation und CRM) und um Cloud Computing.

Wo es hakt, ist, dass die „großen Akteure“ in diesen Bereichen in vielen Fällen amerikanische Unternehmen sind. Nichts daran ist per se zu kritisieren, aber es ist ein Aspekt zu berücksichtigen, wenn das Unternehmen eine gewisse Vertraulichkeit hinsichtlich seiner strategischen Tätigkeit und seines geistigen Eigentums bewahren möchte, um sich nicht den Risiken der Industriespionage auszusetzen.

Wie steht es um die strategischen Daten des Unternehmens?

So respektabel diese auch sein mögen: Diese Lösungen, die außerhalb des europäischen Raums basieren, hosten de facto die strategischen Daten der Unternehmen außerhalb des europäischen Rechtsrahmens. Anders gesagt: Französische und europäische Unternehmen, die auf diese Systeme setzen oder dies vorhaben, öffnen die Tür für ungewollte Einblicke weit. Ein Risiko, dem sie sich aussetzen, indem sie nicht-europäische Lösungen nutzen – unabhängig davon, woher diese kommen. Denn für diese gilt: Die europäische Gesetzgebung schreibt vor, dass die Server sich in Europa befinden müssen, also unter europäischer Jurisdiktion (dazu „Building a European Data Economy“ lesen).

Es ist nicht nötig, das Thema Privatsphäre der Kunden (data privacy) erneut aufzugreifen, wir haben es bereits erwähnt*. Was das Unternehmen jedoch ebenfalls begreifen muss, ist: Wenn es sich nicht-kontinentale Lösungen anschafft, wandern seine Ergebnisse in der Folgehin auch in andere Himmelsrichtungen.

Also: Wie steht es ab dann um die Vertraulichkeit der strategischen Daten der Unternehmen? Wie steht es um das geistige Eigentum? Wie steht es um mögliche „Absprachen“ zwischen diesen großen Gesellschaften und möglichen Wettbewerbern, die Fuß auf dem Markt fassen möchten? Umso mehr, als es auf einem Markt, wenn mehrere Unternehmen auf Lösungen aus demselben nicht-europäischen Kontinent zurückgreifen, sehr leicht wird, Informationen zusammenzuführen, um am Ende mit einem Angebot, das die Erwartungen der Kunden bündelt, auf dem Markt aufzutreten… und die lokalen Unternehmen auszubooten.

Eine strategische Information!

Politische Fiktion, die aus den schlechtesten Spionageromanen stammt, werden manche sagen?! Nein, denn hierbei handelt es sich um etwas, das ganz und gar nicht nebensächlich ist! Bereits 2013 hat die Europäische Union festgestellt, dass 1 Unternehmen von 4 (25 %!) bereits mit Diebstählen vertraulicher Informationen konfrontiert war. So zielt im Frühjahr 2016 eine Europäische Richtlinie zum Schutz von Wissen und nicht offengelegten Geschäfts- sowie Betriebsinformationen vor unrechtmäßiger Erlangung, Nutzung und Offenlegung darauf ab, europäische Unternehmen – einschließlich KMU – vor wirtschaftlicher und industrieller Spionage zu schützen.

All diese Parameter sollten dazu führen, dass die Unternehmensleitung nicht mehr zwei Maßstäbe anlegt, wenn es um den Schutz der strategischen Daten des Unternehmens geht. Stattdessen sollten schlicht und einfach Softwarelösungen (wie MA ebenfalls) sowie Cloud-Systeme bevorzugt werden, deren Server sich auf europäischem Boden befinden.
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