In diesem Artikel über Fake-Bewertungen im Internet erklären die Inrocks, wie wenig skrupellose Unternehmen anbieten, aus dem Nichts erfundene Kundenstimmen auf Websites und in öffentlich zugänglichen Foren zu erstellen.
Abgesehen davon, dass das illegal ist und die Kunden dieser Firmen öffentlich für Betrug denunziert werden sollten, entwerten solche Praktiken das System anonymer Bewertungen vollständig: Wenn alle Hotels (zum Beispiel) erst einmal Tausende von lobenden Kommentaren auf ihrem Konto haben, allesamt ebenso übertrieben und untereinander genauso erfunden, dann muss man zwangsläufig ein neues Unterscheidungskriterium einführen, damit der Verbraucher seine Wahl treffen kann.
Doch, in gewisser Weise läuft es darauf hinaus, sicherzustellen, dass die Bewertungen von echten Menschen verfasst werden. Das entspricht ganz einfach in diesem konkreten Fall dem Aufheben der Anonymität des Web. Und wer könnte das heute anbieten? Facebook, Google, Viadéo, LinkedIn… Letzteres hat das gut verstanden, indem es Unternehmensseiten erstellt hat, auf denen Mitglieder eine Empfehlung hinterlassen können.
Wenn man ein Gesicht und einen Namen (der Begriff der Verknüpfung zwischen Menschen macht die Erkennung gefälschter Profile leichter) hinter einen Kommentar setzen kann, hat man wirklich glaubwürdige Zeugnisse. Aber… wie viele werden dann bereit sein, ihre Bewertung abzugeben, wenn sie dabei „nachverfolgbar“ sind? Fördert man dann nicht die Äußerung von Enttäuschungen zum Nachteil der Wertschätzung guter Vorgehensweisen?
Das ideale System bleibt noch zu erfinden…