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Ergebnisse gegen das ganze kostenlose Zeug im Internet
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Ergebnisse gegen das ganze kostenlose Zeug im Internet

Alles ist kostenlos im Internet

Letzte Woche beschwerte sich ein Informatiker in einem Forum über die Konkurrenz des „kostenlosen“ Angebots im Netz. Er stellte die Frage, ob man immer noch anständig vom Informatikgeschäft leben könne. Einige haben ihm gerade deshalb geantwortet, dass das offensichtlich ja so sei – und dass die Ökonomie des Gratis eine Gelddruckmaschine sei. Es handelt sich einfach um ein anderes Geschäftsmodell: Man ködert die Kundschaft mit kostenlosen „Lockvogelprodukten“, die den Nutzer dann subtil darauf bringen, dass er für zusätzliche Funktionen oder Services eigentlich… zahlen muss.
Ohne in die Details der Ökonomie des Gratis einzutauchen (andere haben das viel besser getan als ich; siehe zum Beispiel das Werk „Free !“ von C. Anderson), stelle ich auf meiner Seite vor allem fest, dass es am Ende für unsere KMU-Kunden eigentlich keine große Rolle spielt, ob eine Software oder ein Service kostenlos ist oder nicht.

Wonach suchen Kunden – insbesondere KMU?

Die einzige echte Frage lautet: Was wollen unsere Kunden?

  • Antwort 1: gute Software zu günstigen Preisen
  • Antwort 2: eine hübsche Website mit dem angesagten Tool und 3D-Animationen auf jeder Seite?
  • Antwort 3: mehr und besser online verkaufen – mithilfe einer leistungsstarken Website und/oder eines CRM-Tools, das zu ihrer Struktur passt?

Wenn die Antworten 1 und 2 lauten, dann ja: Kostenlos ist ein ernstzunehmender Wettbewerber. Selbst der beste Informatiker von heute wird morgen auf einen Profi treffen, der stärker ist als er und es besser und günstiger macht. Der Wettbewerb um die „beste Software“ ist ein endloser Wettbewerb (manchmal führt er den Kunden auch gegen die Wand – aber das ist eine andere Geschichte).
Im Fall von Antwort 3 ist kostenlos eher ein Vorteil und ein ernsthafter Treiber zur Verbesserung des Kosten-/Wirksamkeits-Verhältnisses: Sobald man sich auf das Endergebnis konzentriert, kann man ganz beruhigt aus dem verfügbaren Werkzeugkasten schöpfen – kostenlos oder nicht. Mit der Erfahrung weiß man, die Kombination von Tools zu finden, die für eine bestimmte Situation passt. So gelingt es, KMU, die nicht die Mittel großer Konzerne haben, Lösungen anzubieten, die extrem leistungsfähig sind, passgenau zugeschnitten und vor allem… wirksam.

Gratis-Software, kostenpflichtig, proprietär oder Open Source: Eine Scheindebatte?

Der Mehrwert von Eureos liegt nicht darin, Tools zu entwickeln: Er besteht darin, die Gewinnkette aufzubauen, die von der Anfrage in einer Suchmaschine bis zum Abschluss einer Bestellung führt. Dafür braucht man ganz unterschiedliche Bausteine: ein CMS, unzählige Scripts, statistische Tools, Umfragetools, ein CRM, grafische Gestaltungstools, Herausgeber von Dokumentationen, Video-Streaming-Websites, RSS-Feed-Aggregatoren, Blog-Plattformen, Module zur Kartografie, einen E-Mail-Server, ein Server-Backup-Tool usw. Jeder dieser Punkte existiert in proprietärer Form, als Open Source, kostenlos, kostenpflichtig, gehostet oder nicht… Wen kümmert das? Sicherlich nicht der Kunde, der ohnehin schon genug mit seinem Geschäft zu tun hat (in einer großen Organisation weiß der IT-Leiter vielleicht zumindest ein wenig Bescheid, aber ich konzentriere mich auf KMU / TPE). Natürlich können manche unglückliche Entscheidungen auf lange Sicht furchtbare Folgen haben – etwa die Abhängigkeit von einem Anbieter bei proprietären Lösungen. Die Lösung? Langfristig mit seinem Dienstleister arbeiten: Er wird darauf hinarbeiten, tragfähige Lösungen zu entwickeln, statt so schnell wie möglich ein Tool „nur nach Pflichtenheft“ auszuliefern, ohne weiter darüber nachzudenken.

System statt Tool denken: Stehen wir zu unseren Entscheidungen

Zum Schluss, um das Thema abzurunden, kann ich Ihnen den Genuss nicht verwehren, eine aufschlussreiche Anekdote zu erzählen, die sich ereignete, als Eureos seine Lösungen für kollaborative Plattformen einer großen Organisation zur Unternehmensförderung vorstellte.
Wir präsentierten damals das Ergebnis eines Jahres Betrieb von Eureos.net. Unser Ziel war es zu erklären, wie man – indem man die Informationen gut organisiert und einfache Mittel anbietet, um die Nutzer regelmäßig zum Mitmachen zu bewegen – erstaunliche Ergebnisse im Bereich der natürlichen Suchmaschinenoptimierung erzielen kann.
Am Ende der Präsentation zeigten sich alle Personen aus dem Publikum, die mit KMU in Kontakt standen, begeistert. Die Verantwortliche für Kommunikation hingegen war skeptisch. Sie warf mir daraufhin ein „Ja, also, in Wirklichkeit nutzen Sie doch ein banales CMS…“ entgegen.
Das stimmt. Wir nutzen Plone, ein banales (aber gefährliches) CMS. Und dann? Wir könnten genauso gut Drupal, WordPress oder sogar Joomla verwenden – und es würde sich überhaupt nichts ändern. Die Stärke dessen, was wir darstellen, liegt darin, dass es ein vollständiges System ist, das vor allem darauf ausgelegt ist, die Bedürfnisse von Personen und Unternehmen zu erfüllen, bevor es als Tool gedacht wird.
Die alten Gewohnheiten sterben zäh…

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