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Hilfe, meine Abmelderate ist zu hoch! Was tun?
4 Min. Lesezeit

Hilfe, meine Abmelderate ist zu hoch! Was tun?

Sie haben gerade Ihre Auswertungen angesehen und es ist bestätigt: Die Abmelderate Ihrer E-Mails ist erschreckend. Sie bemerken, dass sie seit einigen Monaten kontinuierlich steigt und immer besorgniserregender wird.

Was werden Sie tun?

Eine der Dinge, die Sie nicht tun sollten, ist, es einfach zu ignorieren. Eine hohe Abmelderate kann Ihren Ruf als Versender von E-Mails ernsthaft schädigen und sogar Ihre Zustellbarkeit beeinträchtigen. Wenn die Situation schon seit einiger Zeit besteht, kann eine hohe Abmelderate Ihre Konversionsraten und sogar Ihren Umsatz beeinflussen.

Aber Sie haben es rechtzeitig bemerkt! Sie wissen, dass Ihre Abmelderate steigt, und Sie wissen auch, dass Sie eine Rolle dabei spielen. Aber welche?

Wenn Ihre Kontakte es leid sind, per E-Mail von Ihnen zu hören oder kein Interesse mehr an Ihren Marketingbemühungen haben, können Sie wesentliche Änderungen umsetzen, um das Engagement Ihrer Leser zu verbessern.

Erstellen Sie verschiedene Segmente, um gezielter zu sein

Wenn Ihre Abmelderate weiter steigt, sind Ihre Botschaften möglicherweise nicht relevant genug und nicht im richtigen Timing für Ihr Publikum. Studien zeigen, dass sich 50% der Konsumenten von einer E-Mail-Liste abmelden, weil sie der Ansicht sind, dass die Nachricht nicht relevant ist. Käufer im E-Commerce melden sich oft ab, weil sie glauben, dass die E-Mails zu regelmäßig werden und ihr Postfach spammt. Möglicherweise ist die Nachricht nicht besonders auf den Empfänger zugeschnitten und daher für den Verbraucher nutzlos. Es liegt an Ihnen sicherzustellen, dass Sie nie E-Mails gesendet haben, die dazu geführt haben, dass sie sich abgemeldet haben.

Es gibt keine Möglichkeit, zu garantieren, dass Ihr Publikum dauerhaft engagiert bleibt. Sie können jedoch Ihre Botschaften verbessern, indem Sie sie attraktiver machen und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Wenn Sie Ihre E-Mail-Segmente bearbeiten, können Sie dann „maßgeschneiderte“ und personalisierte Nachrichten entsprechend ihren Interessen senden. Mithilfe der Analyse des Verhaltens Ihrer Kontakte in Echtzeit können Sie E-Mails an Segmente wie diese senden:

  • Wiederkehrende Kunden, die mehr als 3 Mal gekauft haben
  • Kontakte, die in weniger als 30 Tagen nicht konvertiert haben
  • Kontakte, die sich für ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Kategorie interessieren

Segmentierung kann viel mehr sein als die Auswahl aus demografischen Daten wie Alter oder Geschlecht. Sie können die Segmentierung noch weiter vertiefen, indem Sie sich auf spezifischere Daten zum Kaufzyklus Ihrer Kontakte und auf deren Aktionen stützen und so Ihre Chancen erhöhen, dass sich Ihre Kontakte nicht abmelden. Und auch wenn Ihnen die Segmentierung dabei hilft, sicherzustellen, dass Ihre Kontakte den relevantesten Inhalt erhalten, ist es ebenso wichtig sicherzustellen, dass sie keinen irrelevanten Inhalt bekommen. Tatsächlich ist es bei einer passenden Segmentierung nicht selten, pro Kontakt weniger E-Mails zu versenden (da dieser nunmehr relevanter ist).

Personalisieren Sie jede Ihrer Nachrichten

Mit einer besseren Segmentierung Ihres Publikums können Sie auch Ihre Kundendaten nutzen, um jede E-Mail, die Sie versenden, zu personalisieren. Studien zeigen, dass jeder Kontakt empfänglicher für eine personalisierte E-Mail-Marketingnachricht ist. Laut McKinsey kann die Personalisierung die Kosten der Kundenakquise um 50% senken und die Marketingwirksamkeit um 30% steigern.

Eine E-Mail zu personalisieren bedeutet nicht nur, eine E-Mail zu versenden, in deren Betreff der Name Ihres Kontakts steht (auch wenn das manchmal ausreichen kann). Sie können Ihre E-Mails außerdem mit Daten personalisieren, die Sie über Ihre Kontakte gesammelt haben, wie zum Beispiel:

  • der letzte Artikel, den Ihr Kontakt auf Ihrer Website angesehen hat
  • Empfehlungen für ein Produkt, das Ihrem Kontakt gefallen könnte, basierend auf seiner Kaufhistorie
  • einen Rabatt auf einen bestimmten Artikel, den sie in ihren Warenkorb gelegt haben, bevor sie den Kauf abgebrochen haben

Diese Arten von E-Mail-Personalisierung können tatsächlich Ergebnisse für Ihre E-Mails erzielen und Ihren Kontakten relevantere Botschaften liefern. Schon eine einfache Abmeldung kann in einer langfristigen Perspektive einem Wertverlust von 60% entsprechen. Aber wenn die E-Mails personalisiert sind, ist die Klickrate 2,5-mal höher. Denken Sie also daran, Ihre Botschaften zu personalisieren, damit Ihr Publikum spürt, dass Ihre E-Mails echten Mehrwert bieten und sie nicht ihre Zeit verschwenden.

Setzen Sie auf Omnichannel

Wenn sich Ihre Kontakte weiterhin abmelden, senden Sie möglicherweise zu viele E-Mails. Wenn Ihr Publikum den Eindruck hat, dass Sie eine wahre E-Mail-Flut versenden, werden sie sich abmelden, nur um ihr Postfach aufzuräumen. In diesem Fall müssen Sie die Anzahl der zu versendenden E-Mails reduzieren. Aber wie schaffen Sie es, ohne das Engagement zu verlieren und an Ihrer entscheidenden Kundenbeziehung vorbeizugehen?

Ganz einfach: Kommunizieren Sie nicht alles per E-Mail, sondern probieren Sie andere Kanäle. Zum Beispiel sind Web- und Mobile-Pushs (Benachrichtigungen) Tools mit hohen Konversionsraten. Anstatt transaktionale E-Mails wie die E-Mail zur Bestellbestätigung oder Informationen zu versenden, probieren Sie Push-Nachrichten oder Facebook Messenger für den E-Commerce. In diesem Fall können Sie statt 5 E-Mails pro Woche an Ihre Kontakte 3 E-Mails und 2 Web-Benachrichtigungen versenden. So werden Sie von Ihren Kontakten weniger als aufdringlich wahrgenommen, während Sie dennoch die Informationen kommunizieren, die Sie vermitteln möchten.

Fazit

E-Mail muss von jedem Unternehmen mit Vorsicht und Sorgfalt eingesetzt werden. Auch wenn Ihre Kontakte sich per Opt-in angemeldet haben, bedeutet das nicht, dass sie sich niemals abmelden werden, vor allem dann nicht, wenn Sie ihr Vertrauen missbrauchen. Das gilt umso mehr bei der Umsetzung der DSGVO, bei der Kontakte die Möglichkeit haben, ihre personenbezogenen Informationen nach Belieben zurückzuziehen, zu löschen oder zu ändern (direkt bei Ihnen oder über ein Präferenz-Center für Opt-out).

Wenn Sie sehen, dass Ihre Abmelderate steigt, ist das vielleicht der richtige Zeitpunkt, um die Art und Weise, wie Ihr Unternehmen E-Mails nutzt, erneut zu bewerten. Wenn Sie eine gute Segmentierung, Personalisierung und die Nutzung verschiedener Kanäle kombinieren, können Sie das Engagement Ihrer E-Mails verbessern und Ihre Abmelderate kontrollieren.

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