An sich wollen wir alle unseren kleinen Viertelstunden-Ruhm. Eine Spur hinterlassen, einmal im Leben im Mittelpunkt der Welt stehen. Wenn man Künstler ist und Talent hat, ist das eine „normalerweise vernünftige“ Ambition, aber wenn man WC-Sitzabdeckungen verkauft, immer dieselben seit 50 Jahren, dann ist das eher schon Ausdruck einer obsessiven Zwangsvorstellung.
Zum Glück gibt es Supermänner der sozialen Netzwerke, die auf ihrer Karte „Experte für Facebook-Marketing“ schreiben und bei jedem Mal für den Buzz sorgen. Der letzte, der mir diesen Streich gespielt hat, hatte noch immer weiße Spuren neben der Nase, und hat mir wissenschaftlich seine Methode erklärt: Er hat eine magische Software, die Tausende Fans zu den Seiten der Kunden zieht. In ein paar Tagen hat man Tausende Freunde und jede Menge Kommentare, zu je zwei Euro darunter.
Das ist großartig, super, extra, top, totaler Wahnsinn und überhaupt alles. Wir machen damit immer noch keinen einzigen Verkauf, aber wir sind endlich ein Star. Puh.